Haarpflege

Vor allem bei der Haarpflege heißt es: Geduld mitbringen. Man wird nicht auf Anhieb das eine Produkt finden, so wie man vorher auch immer wieder ein anderes Shampoo ausprobiert hat.

Grundsätzlich gibt es unendlich viele Möglichkeiten, manche waschen ihre Haare auch nur mit Wasser und sind völlig davon überzeugt. Das sind meine Erfahrungen:

Seife ohne Verpackung

Seife

Haare mit Seife zu waschen war anfangs ein richtig tolles Gefühl. Dadurch, dass keine Silikone oder ähnliche Stoffe enthalten sind, die das Haar beschweren, waren meine Haare fluffig wie nie zuvor. Föhnen dauerte trotz Schulterlänge keine fünf Minuten, auch an der Luft sind sie wesentlich schneller getrocknet. Das Gefühl nach seidig weichem Haar vermisst man nur kurz.

An sich wasche ich meine Haare sehr gerne mit Seife, in der Handhabung ist es auch nicht viel schwerer als herkömmliches Shampoo, einfach das Seifenstück ein paar mal über den Kopf reiben und es schäumt.

Nachteil:

Durch die stark alkalische Wirkung von Seife, egal ob normale Handwascheife oder Haarseife, trocknet das Haar schnell aus. Vor allem im Winter bei der Heizungsluft muss man dann oft Kuren mit Kokos- oder Olivenöl machen. Diesen Punkt sollte man nicht unterschätzen, sonst sehen die Haare schnell unschön aus.

Trotzdem ist und bleibt Seife mein Favorit!

Spülung mit Apfelessig

Man glaubt es nicht aber mit einer Apfelessig-Spülung werden die Haare so seidig wie mit jedem Conditioner! Ich mache es ergänzend ungefähr ein Mal in der Woche zur normalen Haarwäsche.

Anwendung:

Gebe einen Esslöffel Apfelessig (am besten naturtrüben) in eine Schüssel. Fülle diese mit ca. einem Liter angenehm warmem Wasser auf. Gieße die Mischung über deinen Kopf, unter leichter Massage für 1-2 Minuten einwirken lassen. Danach gründlich (und ich meine gründlich!) ausspülen. Man will ja schließlich keine leichte Essig-Duftnote hinter sich herziehen.

Ich mach das ganze immer mit dem Kopf über der Badewanne, damit das Essigwasser nicht über den gesamten Körper läuft.

Apfelesseig Haarspülung

Natron

Ja, man kann Haare mit herkömmlichem Natron waschen. Waschen ist hierbei vielleicht der falsche Ausdruck, es ist mehr ein Durchspülen. Hierzu nimmt man einen Teelöffel Natron auf einen Liter heißes Wasser, lässt dieses abkühlen und schüttet es sich dann über den Kopf.

Ich für meinen Teil habe es eine Weile probiert, war mit dem Ergebnis aber nie ganz zufrieden und fand es auch immer umständlich, dass man es vor dem Duschen vorbereiten musste. Zudem weiß man durch den nicht vorhandenen Schaum nicht, wo die Haare jetzt wirklich sauber werden und wo nicht.

Shampoo aus Roggenmehl

Viele schwören außerdem auf die angenehme Wirkung von Roggenmehl als Ersatz. Dieses wird einige Zeit vorher mit Wasser vermengt und anschließend die Pampe auf dem Kopf verteilt.

Ich habe das aus dem einfachen Grund noch nicht auspobiert, da ich es für nicht in Ordnung befinde, meine Haare mit Lebensmitteln zu säubern, wo anderswo auf dem Planaten Hunger gelitten wird. Aber diese Entscheidung ist jedem selbst überlassen.

In Stuttgart

Alle Zutaten sind im Prinzip nichts Außergewöhnliches und in fast allen Läden zu kaufen. Apfelessig habe ich aus dem Bioladen, natürlich in der Pfandflasche. Natron gibt es in der Regel in Papiertütchen, alternativ im Schüttgut auch zum Abfüllen. Dort gibt es auch unverpackte Seife und insbesondere Haarseife zu kaufen. Immer öfter sehe ich die auch auf diversen Märkten. Da muss man sich einfach „durchriechen“.