Second Hand Kleiderschrank

Warum ich nicht mehr shoppen gehe

Wir leben in einer Konsumgesellschaft, das wird mir tagtäglich bewusst. Doch viel schlimmer: wir leben in einer Wegwerf-Gesellschaft. Gerade im Bereich der Mode kommen und gehen jeden Tag neue Trends. Alles, was nicht mehr aktuell ist, wird aussortiert.

Denn vor allem wir Frauen definieren uns sehr weit über das, was wir tragen. Und auch ich gebe offen und ehrlich zu: ich möchte durch die Teile, die ich trage, etwas ausdrücken, etwas verkörpern, den Menschen auf den ersten Blick einen Eindruck von mir verschaffen. Manchmal geht das besser, manchmal schlechter. Am liebsten sind uns allen doch die Tage, an denen wir morgens in den Schrank greifen, das Lieblingsteil rausziehen und den restlichen Tag nicht mehr darüber nachdenken, was wir heute haben.

Aussortieren

Mit der Zeit habe ich es geschafft, meinen Kleiderschrank auf genau diese Teile zu reduzieren. Ich habe kaum Kleidung im Schrank, die ich seltenst trage, weil ich nichts zu kombinieren habe. Das war früher sehr oft der Fall. Klar braucht man ein schickes Kleid für besondere Anlässe. Aber vor allem Schuhe konnte ich nach und nach immer wieder aussortieren. Sobald man nämlich einmal Gefallen daran gefunden hat, macht man es immer wieder und kann gar nicht mehr damit aufhören.

Hierbei gehe ich wie folgt vor:

Kategorie 1: Will ich auf jeden Fall behalten!

Kategorie 2: Kann auf jeden Fall weg! (als Kleiderspende versteht sich, nicht in den Müll)

Kategorie 3: Bei diesen Teilen bin ich noch nicht ganz sicher. Daher lege ich sie  für vier Wochen auf die Seite und checke danach, ob ich etwas davon vermisst habe oder nicht.